Preisverleihung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeichneten gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zum zweiten Mal Unternehmen für ihr betriebliches Engagement im Bereich der beruflichen Anerkennung aus. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel MdB, Dr. Achim Dercks, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, und Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks würdigten die drei Preisträger.

 „Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen in vorbildlicher Weise wie sich die Chancen der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen gewinnbringend nutzen lassen. Aktive Fachkräftesicherung und eine erfolgreiche Integration stehen dabei im Mittelpunkt“, so der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel MdB anlässlich der Preisverleihung. „Ausländische Fachkräfte können auf diese Weise schnell und gut im Betrieb und in ihrer neuen Wahlheimat Fuß fassen“, ergänzte Dr. Achim Dercks, „davon profitieren alle: Betrieb, Belegschaft und Klienten.“ Holger Schwannecke hebte lobend hervor: „Die ausgezeichneten Betriebe zeigen, wie man die Qualifikationen ausländischer Fachkräfte nutzen und gleichzeitig einen Beitrag zur gelebten Integrationskultur leisten kann. Getreu dem Motto: Bei uns zählt nicht wo man herkommt, sondern wo man hin will.“  

Auch in diesem Jahr haben sich bundesweit Unternehmen beworben, die die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen erfolgreich als Instrument der Fachkräftegewinnung und Mitarbeiterbindung einsetzen. Aus zahlreichen Bewerbungen haben drei Unternehmen die interdisziplinär besetzte Fachjury besonders überzeugt: die im Bereich der Pflege tätige „ALWO Altenwohn- und Krankenpflege Betriebs-GmbH“ aus dem niedersächsischen Bad Harzburg, das mittelständische Unternehmen „Opconnect Kommunikationsnetze GmbH“ aus dem brandenburgischen Neuenhagen bei Berlin sowie das handwerklich geprägte Dienstleistungsunternehmen der „R+S Group AG“ aus der Stadt Fulda.

Alle drei Betriebe verstehen die Anerkennung als einen Gesamtprozess, der schon im Heimatland der ausländischen Fachkraft beginnt und mit der Integration sowie der Betreuung im Unternehmen fortgeführt wird. Beispielsweise bieten sie bereits in den Heimatländern arbeitsmarktspezifische Schulungen oder digitalgestützte bilinguale Betreuung an. Auch nach erfolgreicher Anerkennung sind die Unternehmen aktiv und unterstützen ihre neuen Mitarbeiter unter anderem bei der Wohnungssuche, der Kitasuche oder beim Spracherwerb.

Immer mehr Unternehmen erkennen die vielfältigen Kompetenzen von ausländischen Fachkräften als Bereicherung für unsere Arbeitswelt und als Chance für ihre eigene Fortentwicklung. Um neue qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen sowie die vorhandenen Mitarbeiterpotentiale besser zu entfalten, nutzen sie das Instrument der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. Dieses Engagement würdigen wir mit dem Unternehmenspreis »Wir für Anerkennung«.

Die diesjährige Verleihung des Unternehmenspreises »Wir für Anerkennung« fand am 24. September 2018 im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstalteten Bundeskonferenz zur Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement statt. Mit dem Preis werden vorbildliche Unternehmenspraxis und gute Ideen ausgezeichnet.

Fotos ©Jens Gyarmaty 

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